Vortrag bei einer Tagung über den in Horbach in der Pfalz geborenen kurpfälzischen Geistlichen und Gelehrten Johann Jakob Hemmer. [1]
Bei dieser Tagung ging es unter Anderem um die von Hemmer angeregte Sprachreform. Da ich bei Professor Gerhard Bauer über das gleiche Thema unter den Bedingungen der heutigen Sichtweise zu diesem Problem promoviert hatte, wurde ich von ihm eingeladen, bei der Tagung über den aktuellen Stand der Diskussion mit Blick auf Hemmers Vorschläge zu sprechen.[2]
Während der anschließenden Diskussion zeigte sich, dass Hemmers damals aufgestellten Forderungen, man solle schreiben wie man spreche zumindest zum Teil nicht erfüllt werden können.[3] Als Beispiel konnte ich bringen: Ein Geselle aus Speyer schrieb in einem Antrag auf die Frage nach seinem Beruf „Begaxell. Nur wer das Speyerer Idiom kennt, kann verstehen, dass es „Bäckergeselle“ bedeutet. Wenn man weiß, dass beide Städte in Luftlinie nur rund 20 km auseinander liegen und die Bürger Mannheims den Speyerer nicht mehr verstehen können, muss man Hemmers Vorstellung ablehnen.
Die von mir entwickelten Wege, den Rechtschreibunterricht anders zu organisieren, wurden lebhaft diskutiert. Schon damals waren die Teilnehmer der Meinung, dass meine Vorschläge bei den Verantwortlichen kaum eine Chance hätten, zumindest ausprobiert zu werden, das zeige die Erfahrung.
Sie hatten recht. Die heutigen schulischen Ergebnisse zeigen die ganze Misere der verwendeten Methoden. Dass man offiziell jemals auf mich hören würde, glaube ich inzwischen auch nicht mehr.
Orthographie und Schule: Johann Jakob Hemmer und PISA
Lieber Herr Prof. Bauer, sehr geehrte Damen und Herren.
Als ich mich in schon etwas fortgeschrittenem Alter entschloss, noch zu promovieren, fand ich in Ihnen einen Doktorvater, wie man sich ihn nicht besser wünschen konnte. Mit großer Geduld begleiteten Sie meinen Kampf mit dem Rechner, der damals noch mit hunderten von Lochkarten gefüttert werden musste, trösteten mich, wenn der Apparat kiloweise Papier ausspuckte, bei dem auf jeder zweiten Seite Error stand, ohne zu verraten, wo denn der Fehler versteckt sei und den zu suchen mich oft Tage kostete. Dabei war es meist nur ein Komma, das fehlte oder zu viel eingegeben worden war und das einen zur Verzweiflung treiben konnte.
Sie hatten dann Mitleid mit mir, trösteten mich, aber helfen konnten Sie letzten Endes nicht, helfen konnte ich mir nur alleine.
Damit Sie, meine Damen und Herren, verstehen, worum es zu jener Zeit ging, lassen sie mich zunächst kurz über meine damalige Arbeit sprechen.
„Di reinigkeit des ausdruckes, und die genaueste gleichförmigkeit in der rechtschreibung sol diselbe sich unablässig angelegen seyn lassen“.
So heißt es im zweiten „Gesetz der kuhrpfälzischen teutschen geselschaft“ von 1775.[4] Diese Worte hatte ich als Leitspruch für meine Dissertation gewählt und damit wäre der Bezug zu Hemmer hergestellt.
Eigentlich hätte die Arbeit vom Erkenntnisobjekt und von der Methodologie her eher zu den Soziologen oder zu den Pädagogen gepasst, aber ich wollte unbedingt eine Untersuchung zu einem besonderen Feld der Sprachwissenschaft durchführen, nämlich eine Paneluntersuchung zum Thema:
„Rechtschreibkenntnisse bei Ausbildungsanfängern. Ergebnisse einer Panel-Untersuchung als Grundlage eines Modells zur Reform des Rechtschreibunterrichts“.[5]
Ausgegangen bin ich von der These, dass die Rechtschreibkenntnisse von Ausbildungsanfängern verfestigt seien, sie sich innerhalb eines Jahres trotz Berufsschulunterrichts und betrieblicher Schulung nicht verbessern würden,
einfach deshalb, weil bei vielen die notwendige Sprachkenntnis als Basis fehlt. Dass dieses Fehlen ein Problem darstellt, erkannte schon Hemmer, denn er schreibt in seiner Sprachlehre: „Ich möchte doch den Mann sehen, der im Stande wäre, einen Lehrling im Rechtschreiben gehöriger Masen zu unterrichten, ehe er ihm die Sprachkenntnis selbst beigebracht hat.“[6]
Um nun die aufgestellte These eventuell widerlegen zu können, sollte nach einem Jahr eine Überprüfung mit wortgleichem Test durchgeführt werden.
Grundlage für die Ermittlung der hierzu notwendigen Daten war die genannte Panel – Studie. Ziel der Untersuchung war es gewesen, ein Modell zu entwickeln, mit dessen Hilfe die sich schon damals abzeichnenden Leistungsmängel in der Rechtschreibung, wie sie indirekt in der Pisa-Studie offenkundig geworden sind, behoben werden könnten.
Rechtschreibsicherheit zählt zu den Schlüsselkompetenzen. Je größer hier die Defizite sind, desto schwieriger oder gar unwahrscheinlicher ist es, dass die davon Betroffenen eine berufliche Chance haben oder gar an eine Karriere denken können. Die außerordentlich hohe Zahl nicht vermittelbarer Arbeitsloser, die wegen Qualitätsmängeln keine Beschäftigung finden können, beweist dies.
Ursprünglich sollte die Erhebung an Berufsschulen durchgeführt werden. Aber der damals frisch aufkommende Datenschutz ließ mir hierfür keine Chance. Es gab noch keine Durchführungsbestimmungen, deshalb war kein Schulleiter bereit, sich an der Untersuchung zu beteiligen. Um dennoch relevante Daten zu erhalten, die ja legal erhoben werden mussten, blieb mir nur die Möglichkeit, in Unternehmen direkt zu testen.
Wie gesagt, führte ich damals die Untersuchung als Panel durch. Unter Panel versteht man eine Längsschnittstudie, bei der mit möglichst vielen der Probanden mit dem gleichen Erhebungsinstrument nach einer bestimmten Zeit noch einmal geprüft wird, ob Veränderungen eingetreten sind. Ich hatte dabei einen Vorteil, den auf diesem Gebiet wissenschaftlich Arbeitende normalerweise nicht haben, denn bevor ich studierte, hatte ich einen ordentlichen Beruf erlernt, war deshalb schon in jungen Jahren in die Prüfungskommission der Industrie- und Handelskammer für die Pfalz in Ludwigshafen berufen worden, kannte dort alle und die kannten mich, so dass es nicht allzu schwer gewesen ist, mich an Betriebe rechts und links des Rheins zu wenden.
Eingesetzt wurde dann der Feldhaus Grundwissentest für Ausbildungsanfänger, Teil Rechtschreibung.[7] Dieser Test war so konstruiert, dass er von einem durchschnittlichen Hauptschulabsolventen der damaligen Qualität
grundsätzlich hätte gelöst werden können. Unsere Probanden zeigten den vollen Querschnitt aller möglichen Schulabschlüsse, vom Sonderschüler bis zum Abiturienten. Der Bogen der Berufe spannte sich von Hilfsarbeitern bis zur damaligen crême de la crême, den angehenden Bankern.
Der Test umfasste 80 Aufgaben, verpackt in einen geschlossenen Text über Henri Dunant und die Gründung des Roten Kreuzes. Dieser Bericht über eine historische Begebenheit war von den Konstrukteuren bestimmt nicht geschickt gewählt,denn es war damals schon zu bezweifeln, ob Hauptschüler von dem Ereignis jemals etwas gehört hatten. Heute wäre ein solcher Inhalt für diese Zielgruppe absolut unmöglich.
In den Text wurden für einzelne Wörter bis zu vier falsche Schreibweisen eingebaut, die in der Form eines „Single-Choice-Tests“ zu lösen waren, weil nur eine Alternative richtig sein konnte.
Wir wollen hier nicht auf die Probleme eingehen, die bei einem solchen Test entstehen können, zum Beispiel, dass Probanden den Inhalt nicht verstehen oder dass sie den Text gar nicht lesen, sondern nur die Aufgaben bearbeiten und so weiter. Wichtig für die damalige Zeit war, dass er überhaupt durchgeführt werden konnte und dass ausreichend viele zu Testende zusammengekommen waren. Insgesamt wurden bei der ersten Erhebung 1.091 Lehrlinge, das waren 6,2 % aller Anfänger im Kammergebiet, nach einem Jahr noch einmal 370 der Getesteten, das waren dann 2,6 % aller in das 2. Lehrjahr Gekommenen, überprüft. Dies entspricht durchaus einer repräsentativen Auswahlmenge. Nicht repräsentativ war allerdings die Zusammensetzung, denn ich hatte keinen Einfluss auf die von den Unternehmen vorgeschlagene Auswahl.
Dafür, dass wir „nur“ 370 der zuerst Getesteten nach einem Jahr noch einmal überprüfen konnten, gab es verschiedene Gründe. In einem Falle waren es die Probanden, die den Zweittest ablehnten, die Auszubildenden einer bestimmten Bank, so nach dem Motto: „Der Lust folgt Unlust“.
Dieses Zitat stammt allerdings nicht von den Jungbankern, sondern so schreibt Johannes von Tepl in seinem „Ackermann aus Böhmen“.[8]
Auf jeden Fall reichte das verbliebene Drittel der ursprünglichen Anzahl, um sichere Daten zu gewinnen.
Es würde zu weit führen, die Einzelergebnisse darzustellen. Zu erkennen war, dass meine These nur zum Teil widerlegt werden konnte. Es zeigte sich, dass es Verbesserungen gegeben hatte, aber auch, dass viele Probanden auf ihrem Eingangsniveau stehen geblieben waren. Am Ende kam das heraus, was man intuitiv schon wusste, dass höhere Bildung bessere Leistung zeigt. Neu war, dass endlich einmal exakte Prozentzahlen ermittelt werden konnten.
Es galt dann, aus den gefundenen Daten ein Modell zu erstellen, mit dem die bestehenden Schwierigkeiten zumindest gemildert werden könnten.
Da nicht alle benötigten Bücher und Fachartikel in der Nähe schnell zu erhalten waren, fuhr ich einige Male nach Marbach zum deutschen Literaturarchiv.
Das hatte den Nebeneffekt, dass dort immer Wissenschaftler anzutreffen waren, mit denen zu diskutieren es sich lohnte.
Einmal kam ich spät nachmittags dort an. Ein Zimmernachbar lud mich ein, in die Wirtschaft nachzukommen, wo die Kollegen sich am Abend treffen wollten. Die Wirtschaft, das war bisher immer die Stadthalle nahe des Archivs gewesen. An diesem Abend hatten sie sich aber in einer anderen Gaststätte verabredet, was ich nicht wusste. Also stapfte ich wie üblich zur Stadthalle hinüber und traf dort niemanden von uns an. Weil es aber regnete, wollte ich nicht auf die Suche gehen. Ich bestellte mir deshalb ein Vesper und ein Viertel Schillerwein und grübelte über die noch fehlende Lösung nach.
Da ich kein Papier bei mir hatte, bat ich die Kellnerin um ein Blatt. Sie brachte mir gleich einen ganzen Stoß alter Speisekarten und ein weiteres Viertel und ich begann zu entwerfen. Bogen um Bogen füllte sich und Glas um Glas leerte sich und plötzlich wurde der Kopf ganz klar und frei und ich erlaubte mir zu denken, was eigentlich undenkbar war.
Schnell machte ich mir die letzten Notizen, trank aus und ging.
Wie ich nach Hause gekommen bin, weiß ich nicht mehr.
Am Morgen danach war ich dankbar, dass ich die beschrifteten Blätter nicht, wie gewohnt, gleich weggeworfen hatte, denn die letzte Seite zeigte nur noch Krakel. Was diese bedeuten sollten, wusste ich nicht mehr. Da aber alle Entwürfe noch vorhanden waren, konnte ich die Entwicklung meines Modells vom ersten Versuch an doch noch nachvollziehen.
Und ich hatte die Lösung gefunden!
Am nächsten Tag, als ich wieder zur Halle kam, empfing mich die Kellnerin mit den Worten. „Ghatt hend se ê Veschper un siebe Viertele Schillerwoi, gell?“
Nun, vielleicht ist es Ihnen auch schon einmal so ergangen. Wenn man reichlich guten Wein trinkt, kommt man zu einem bestimmten Zeitpunkt für einen kurzen oder längeren Augenblick in eine schwebende Stimmung, in der alles möglich und lösbar erscheint. Man nennt das heute den Klitzingeffekt.
Der Physiker Klaus von Klitzing war auch einmal in einer ähnlichen Situation. Deshalb zog er sich am Abend mit trockenem Baguette und viel Rotwein in sein Labor zurück. Dass er Schillerwein dabei hatte, ist unwahrscheinlich, dass er sich dem siebten Viertele näherte dagegen sehr, denn wie er einmal im Fernsehen erzählte, sei ihm plötzlich der Kopf ganz klar geworden und er habe sich erlaubt, zu denken was eigentlich undenkbar war.
Das Ergebnis war die Klitzingkonstante für den elektrischen Widerstand und die Folge war die Verleihung des Nobelpreises.[9]
Möglicherweise hat Hemmer einmal die gleiche Erfahrung gemacht, denn in seiner >Abhandlung über die deutsche Sprache zum Nutzen der Pfalz< schrieb er im 4. Paragraphen: „Wer also die Regeln einer Sprache festsetzen will, der darf sein eigenes Gehirn keineswegs zu Grunde legen.“[10]
Wohin führte die erworbene Erkenntnis?
Es geht um die Chancen, die ein Bewerber um einen Arbeitsplatz hat oder nicht hat, denn die Wirtschaft erwartet von einem solchen, dass er den beruflich notwendigen Wortschatz sowohl inhaltlich als auch rechtschreibsicher beherrscht. Dazu ist es aber notwendig, dass diese Fähigkeit von Anfang an und lückenlos gelehrt und geübt wird.
Einen Weg dahin zeigt das von mir entwickelte Stufenmodell.
Die damals von der Politik geforderte Bestandsaufnahme über die tatsächliche Leistungsfähigkeit unserer Schüler auf den verschiedenen Ebenen innerhalb unseres Schulsystems wurde seinerzeit nicht durchgeführt. Sie ist teilweise erst im Rahmen der Pisastudie erfolgt. Deshalb erscheint es mir sinnvoll, das immer noch gültige Modell zur Überwindung der Rechtschreibschwierigkeiten noch einmal darzustellen.
Es ist davon auszugehen, dass niemand alle Wörter des Deutschen rechtschreibsicher beherrscht. Es muss aber angestrebt werden, dass jeder, der die deutsche Sprache benutzt, in der Lage ist, die seinem Bereich adäquaten Begriffe inhaltlich zu verstehen und fehlerfrei zu schreiben. Das bedeutet, dass für die geschriebene Sprache ein Mindestwortschatz erarbeitet werden muss, der von allen Deutschen und den in Deutschland zu Integrierenden im Kern möglichst rechtschreibsicher beherrscht werden soll.
Zum Modell von Wolfgang Hubach

Das Modell müsste heutzutage unterhalb der Grundstufe
um die Vorschulerziehung. ergänzt werden
Der in der Literatur viel verwendete Begriff „Grundwortschatz“[11] sollte in der Diskussion um die Rechtschreibung vermieden werden, weil er von den Gegnern einer Methodenänderung als restringierter Code aufgefasst wird.
Der Umfang eines Mindestwortschatzes darf auf keinen Fall den aktiven und schon gar nicht den passiven Wortschatz eines Deutschsprechenden begrenzen.
Vielleicht werden Sie sich fragen, was denn so besonderes an dem Modell sei und wieso es so lange dauerte, bis ich die Lösung gefunden hatte.
Die Antwort ist einfach: Niemand hatte je an die Möglichkeit gedacht, für jede Stufe gesondert einen bestimmten Mindestwortschatz festzulegen und systematisch zu lehren. So eine Idee galt damals als absurd, denn man war offensichtlich der Meinung, die Erfahrung lasse den Verantwortlichen genügend Spielraum, um intuitiv zum richtigen Zeitpunkt das Richtige zu lehren.
Was ist nun unter einem Mindestwortschatz genau zu verstehen?
Nach unserer Definition umfasst er eine bestimmte, als unbedingt notwendig erachtete Menge von Wörtern samt deren Flexionen. Er kann nicht insgesamt sondern nur in Stufen eingeübt werden. Hierzu muss gezielt je eine gestaffelte Mindestwortmenge für die einzelnen Bildungsstufen erarbeitet werden, die von der jeweiligen Zielgruppe rechtschreibsicher erlernt werden soll. Dabei muss sich die jeweils höhere Stufe darauf verlassen können – und das ist wahrscheinlich die wichtigste Voraussetzung –, dass der auf der Ebene darunter zu erarbeitende Mindestwortschatz dann auch tatsächlich orthographisch korrekt beherrscht wird. Die einzelnen Stufen müssen in ihrem Umfang der Gliederung des gerade aktuellen Bildungssystems folgen.
Diese Sichtweise war, wie gesagt, damals völlig neu.
Um für jede Stufe den angemessenen Mindestwortschatz erarbeiten zu können, werden alle Interessierten zusammenarbeiten müssen. Dabei ist zunächst die Wissenschaft gefordert, mit Hilfe empirischer Forschung Wortlisten zu erstellen, wobei vor allem die Stufen zu berücksichtigen sind, die bisher noch nicht in die Überlegungen einbezogen waren.
Dabei ist es wichtig, dass die Ergebnisse der Forschung und die Vorschläge zur Umsetzung den Betroffenen auch verständlich gemacht werden. Es muss deshalb jeweils klar gesagt werden, dass es sich bei einem Mindestwortschatz auf keinen Fall um den für einen SPRECHER des Deutschen als ausreichend angesehenen aktiven oder gar passiven Wortschatz handelt, sondern um einen Mindestwortschatz für SCHREIBENDE, den diese rechtschreibsicher zu beherrschen haben.
Als Fazit der Untersuchung wurden folgende noch immer aktuellen, hier etwas erweiterten Empfehlungen gegeben:
Empfehlungen
1. Es ist für die geschriebene Sprache ein Mindestwortschatz zu schaffen, der von allen Deutschen und von allen in Deutschland zu Integrierenden im Kern möglichst rechtschreibsicher beherrscht werden soll.
2. Der Erwerb der Sicherheit in der Rechtschreibung soll mit Hilfe dieses Mindestwortschatzes gestuft erfolgen.
3. Die einzelnen Stufen sollen den Gliederungen unseres Bildungssystems folgen.
4. Innerhalb der einzelnen Abschnitte des Bildungssystems soll noch einmal eine Abstufung erfolgen, den einzelnen Klassen oder sonstigen Untergliederungen folgend.
5. Ab der Sekundarstufe I kann eine vorsichtige Differenzierung vorgenommen werden.
6. Ab der Sekundarstufe II, oder analog mit dem Beginn der Berufsausbildung, muss gezielt differenziert werden.
7. Auf der letzten Stufe soll ein individuell erweiterter Fach- oder Spezialwortschatz erworben werden.
8. Ein Mindestwortschatz stellt jeweils eine untere Schranke dar. Nach oben ist das System grundsätzlich offen zu halten.
Das Modell müsste heutzutage unterhalb der Grundstufe
um die Vorschulerziehung. ergänzt werden
Nun noch einige Hinweise auf die heutige Situation.
Wie Sie aus den Medien wissen, wurden die Verantwortlichen zunächst durch die Pisa-Studie aufgeschreckt, viel mehr aber noch durch die kürzlich bekannt gewordenen negativen Zahlen, die besonders Migranten betreffen. Zu meiner Verwunderung preisen plötzlich bestimmte Politiker die Idee eines Mindestwortschatzes an und verkaufen diese als ihre eigene ganz neue Erkenntnis.
„Das ist des Lebens Lauf und Ende.“ heißt es im Ackermann aus Böhmen.[12]
Mir soll es recht sein, Hauptsache, es geschieht endlich etwas.
Denn wie sieht es aus in der Wirklichkeit? Hat unter den heutigen Verhältnissen mein Idealmodell überhaupt eine Chance? Ich hoffe ja, aber ich fürchte nein, wenn ich die für unsere Orthographie so gefährlich gewordene Realität sehe. Die Rechtschreibung hat sich besonders bei den Einwanderern doch längst verselbständigt. Von denen leben etwa 8 Millionen hier, stellen also rund 10% der Bevölkerung und es handelt sich um eine Gruppe, die weiter wachsen wird.
Nennen wir Beispiele.
Gehen Sie einmal in einem beliebigen Ort durch einen der Problemstadteile, in dem sich völlig geschlossene Parallelgesellschaften etabliert haben mit eigener Sprache und eigener Orthographie, schauen Sie sich dort die Texte in den Schaufenstern an. Sofern diese überhaupt noch auf Deutsch geschrieben sind, folgen sie ihren eigenen Gesetzen. Die Menschen dort schreiben phonetisch und alle im Viertel verstehen, was gemeint ist.
Dass fremde Schreibweisen selbstverständlich geworden sind, zeigt sich nicht nur beim Denglisch in der Werbung. Wenn früher jemand aus Südosteuropa einwanderte und hieß Millowitsch, dann wurde er eingedeutscht, witsch schrieb sich nicht mehr vic sondern witsch. Der heutige Fußballtrainer Schaschitsch schreibt sich aber nicht mit drei Mal Sch, sondern Sasic, also völlig neben der Regel, wie das Wort im Deutschen geschrieben werden müsste, jedoch wird diese Schreibweise allgemein akzeptiert. Nun mag das Beispiel Namen nicht sehr praktisch sein, weil es sich hier um ein Identitätszeichen handelt, aber es gibt inzwischen eine Unzahl von
Bezeichnungen in nichtdeutscher Orthographie, die von der Bevölkerung ohne Protest gebilligt werden. Und es werden davon immer mehr.
Müssen sich die Deutschen also darauf einstellen, die Orthographie vieler Sprachen zu verstehen und zu akzeptieren? Im Gegensatz zu anderen europäischen Staaten wie Frankreich oder Großbritannien gilt es hier als politisch inkorrekt, das eingewanderte Fremde in unserer Sprache unseren
Gesetzen zu unterwerfen. Einen Hang dazu, Außerdeutsches unreflektiert zu übernehmen haben die Deutschen offensichtlich schon seit Jahrhunderten, denn bereits 1630 schrieb Olearius, was
auch Hemmer als Leitspruch seinen Abhandlungen voranstellte: „Diejenigen sollten sich billig schämen, welche ihre Muttersprache allso verachten, daß sie sich nicht bekümmern, wie sie gut rein Deutsch reden möchten; ja es denen noch wohl verargen, die sich bemühen, gewisse Regeln der deutschen Sprache zu setzen.“[13]
Aber der Hang der Deutschen, sich mit fremder Sprache zu schmücken, ist noch viel älter, denn bereits um 1500 hat Johannes Reuchlin in seiner für den Pfälzer Kurfürsten Philipp den Aufrichtigen angefertigten Übersetzung von Ciceros „Gespräche in Tusculum“ dessen Beschwerde über die vielen griechischen „Fremdwörter“ in dem damals modernen Latein so kommentiert:
„Merk hie das man sich schemen soll In tütschen reden und predigen vil latyns darunder zu müschen.“
Das sei reiner Gestus der Gelehrsamkeit.
Können, ja, dürfen wir es uns aber erlauben, dass sich sprachfremde orthographische Elemente unbeschränkt und unkontrolliert bei uns einnisten? Und wohin soll das führen?
Hemmer hatte dazu seine ganz besondere Einstellung. Im Paragraphen 16 seiner Abhandlungen sagt er: „Ich komme endlich zu dem wichtigsten Gegenstande, worauf ein Staat sein Augenmerk nur richten kann, nämlich zur Erziehung und Unterweisung der Jugend. Diese ist jene kostbare Pflanze, woraus das Vatterland seine einzige Stütze mit der Zeit herzuholen hat.“[14]
Daran hapert es besonders in den Schulen, denn in vielen Klassen finden sich gar keine Kinder mehr, die unser Land als ihr Vaterland ansehen!
Ein anderes Problem: Schauen Sie sich einmal an, was für SMS-Nachrichten sich junge Leute aus allen Schichten schicken. Zwei, drei Buchstaben kombiniert bilden nicht nur ein Wort, sondern einen ganzen Satz, dessen Bedeutung und Nebenbedeutung alle aus der Zielgruppe verstehen, nicht jedoch die Eltern und die Lehrer. Es war für mich gar nicht leicht, von jungen Leuten einige Beispiele zu bekommen, denn wie mir eine Schülerin offen sagte, seien die meisten Abkürzungen eindeutig zweideutig und für Erwachsene nicht geeignet!
Diese generationsspezifische Sprache, die sich da ausgebreitet hat, wird in absehbarer Zeit wohl nicht mehr auszumerzen sein. Das heißt, diese Art sich zu verständigen, phonetisch zu schreiben und eine Flut von Abkürzungen zu verwenden, ist eine Alltäglichkeit geworden.
Noch ein weiteres Problem: Die Kinder wachsen heute mit dem Computer auf. Die gängigen Programme zeigen mit Rot an, wenn etwas nach der gültigen Rechtschreibung falsch geschrieben ist. Wie zu beobachten ist, spielen die Jugendlichen dann so lange mit den vorgegebenen Buchstaben herum, bis sie durch Zufall die rote Unterstreichung weg und somit orthographisch richtig geschrieben haben.
Bei den Kultusministern scheinen diese Wandlungen aber noch gar nicht erkannt worden zu sein.
Denn wie reagieren die Schulen, wie die Lehrer? In starre Lehrplanvorgaben eingezwängt, wegen des seit Jahren anhaltenden Lehrermangels ständig überfordert, haben diese längst resigniert. Sie versuchen nur noch, das Allerschlimmste zu verhüten. Gerade haben die Verantwortlichen an kaufmännischen Berufsschulen wieder geklagt, „dass wir, im Gegensatz z. B. zum PISA-Sieger Finnland, nahezu ohne zusätzliches pädagogisches Personal arbeiten müssen“,[15]
Eine Lösung ist hier in absehbarer Zeit nicht in Sicht, besonders nicht für die Berufsschulen.
Man hat 1996 eine Rechtschreibreform geschaffen, die diese Entwicklung leider nicht einmal näherungsweise vorausgesehen und somit beachtet hat. Ich habe einen Enkel von 7 Jahren, der sieht partout nicht ein, wieso man Hase mit einfachem S, Straße aber mit SZ schreiben muss. Wie soll solche Feinheiten dann ein Migrant verstehen und akzeptieren? Und von diesen Menschen gibt es, wie gesehen, mehr und mehr in Deutschland, Menschen, die dann ohne eine Chance auf einen Beruf sein werden, denn wer nicht in der Lage ist, eine Arbeitsanweisung zu lesen und zu verstehen, den kann man schon aus ökonomischen Gründen nicht an eine Maschine stellen, die heutzutage schnell Millionen kosten kann.
Und was tun die Verantwortlichen dagegen?
Anstatt mutig voraus zu gehen, lassen sie sich von der Entwicklung treiben, ja, ich fürchte sogar, sie rennen dem Geschehen hinterher, ohne eine Chance, dieses noch einmal einzuholen.
Aber vielleicht hat von diesen Verantwortlichen doch einmal einer den Mut und traut sich an 7 Viertel Rotwein, so dass ihm der Kopf so klar werden wird, dass der ihm erlaubt, das Undenkbare zu denken.
Das Ergebnis wäre danach wohl eine radikal vereinfachte Rechtschreibung, wie sie schon Hemmer vorgeschwebt hatte, denn er schrieb bereits 1776 in seinem >Grundris einer dauerhaften Rechtschreibung< „Warum solte man sich weigern oder schämen seine Sprache so auf das Papir zu malen, wi si im Munde ist? Erfordert das nicht di Natur der Schrift?“[16]
Wir werden das aber wahrscheinlich nicht mehr erleben.
Denn wie schrieb Hemmer in seiner „Vertheidigung seiner Abhandlung“ unter Paragraph 90: >Von der Rechtschreibung<: „Indessen bin ich … weit davon entfernet: daß ich meine Neuerungen Jemandem aufdringen will. Es kömmt in diesem Stücke hauptsächlich auf die Nachfolge der Gelehrten an. Diese wissen, daß der Gebrauch ein Tyrann ist, der viel unrechtmässiges Gut besitzet. Dasselbe muß man ihm freilich entreißen: aber auf einmal und mit stürmischer Hand läßt sich es nicht thun. Der Widerstand würde viel zu groß sein.“[17]
Und er warnt die Verantwortlichen auch, wie in seiner >Deutschen Sprachlehre< unter Paragraph 90 [18] nachzulesen ist, indem er sagt: „Es darf sich aber deswegen Niemand einbilden, die Gelehrten sein unabhängige Gesezgeber in der Sprache; nein, sie sind weiter nichts als ihr Dollmetscher und Sachwalter, Beschüzer ihrer Reinigkeit, Vermehrer ihres Reichthumes, Beförderer ihrer Vollkommenheit und Schönheit. Die Sprache, an der sie arbeiten, ist schon vor Handen, sie erfinden sie nicht.
Sie müssen sich also selbst nach derselben richten, weit gefehlet, daß diese sich nach ihnen richten solle.“
So viel zu Hemmer, zu Pisa und zum Mindestwortschatz.
Lassen Sie mich deshalb jetzt schließen mit dem Motto des Tages und in der Hoffnung, dass „die Fernunft siget“.[19]
Bibliographie
BACKHAUS, CHRISTOF, PERCZYNSKI, HANS: Beurteilung und Bewertung schriftlicher Leistungskontrollen, in: Die Sparkasse 7/1980.
BARTH, NORBERT: Über den Modellversuch zur Entwicklung und Erprobung beruflicher Grundbildung in verschiedenen Organisationsformen in Rheinland-Pfalz, in: Die Berufsbildende Schule 3/1980.
BAUMERT, J., ARTELT, C., KLIEME, E., NEUBRAND, J., PRENZEL, M., SCHIEFELE, U., SCHNEIDER, W., TILLMANN, K.-J., & WEIß, M, (HRSG.): PISA 2000. Die Länder der Bundesrepublik Deutschland im Vergleich. Opladen 2002.
BUNDESDATENSCHUTZGESETZ (BDSG) vom 27. Januar 1977, in: Bundesgesetzblatt 1/77, S. 207.
DER BUNDESMINISTER FÜR ARBEIT UND SOZIALES: Der Übergang von Jugendlichen in die Berufsausbildung und das Erwerbsleben. Bericht der OECD, Hektographie , Bonn 1979.
DER BUNDESMINISTER FÜR BILDUNG UND WISSENSCHAFT (HRSG.): Ausbildung und Beruf, Bonn 198013, Anhang: Berufsbildungsgesetz vom 14. August 1969, in: Bundesgesetzblatt 1/69 , S. 1112.
DER BUNDESMINISTER FÜR BILDUNG UND WISSENSCHAFT (HRSG.): Bericht der Bundesregierung über die strukturellen Probleme des föderativen Bildungssystems (Mängelbericht), Schriftenreihe Bildung und Wissenschaft, Band 13, Bonn 1978.
DER BUNDESMINISTER FÜR BILDUNG UND WISSENSCHAFT (HRSG.): Zum Thema Bildungsföderalismus. Diskussionsbeiträge, Meinungen und Kommentare zum Bericht der Bundesregierung über die strukturellen Probleme des föderativen Bildungssystems. Schriftenreihe Bildung und Wissenschaft, Band 16, Bonn 1980.
DER KULTUSMINISTER DES LANDES RHEINLAND-PFALZ (HRSG.): Landesgesetz zum Schutze des Bürgers bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, in: Amtsblatt vom 28. Februar 1979, Mainz 1979.
DIHT (HRSG.): Schriftenreihe des Deutschen Industrie- und Handelstages, Heft 99: Berufsaubildung 1965. Der Leistungsstand der Volksschüler bei Beginn der Ausbildung, Bonn 1966.
DOMITOR, JAKOB: Grundris einer dauerhaften Rechtschreibung Deütschland zur Prüfung vorgeleget, Mannheim 1776.
EDDING, FRIEDRICH: Theorie und erfahrene Wirklichkeit, in: Wirtschaftswoche, 34. Jahrgang, Heft 25 vom 20. 06. 1980.
FELDHAUS-VERLAG (HRSG.): Feldhaus Grundwissentest für Ausbildungsanfänger, Teil Rechtschreibung, Hamburg 1979.
FELDHAUS-VERLAG (HRSG.): Feldhaus-Begleitheft zum Feldhaus Grundwissentest für Ausbildungsanfänger, Hamburg o. J.
FRIEDRICH, UDO: Johannes Reuchlin am Heidelberger Hof. poeta – orator – paedagogus, in: RHEIN, STEFAN (HRSG.): Reuchlin und die politischen Kräfte seiner Zeit; Pforzheimer Reuchlinhefte, Band 5, Sigmaringen 1998.
FREYTAG, HANS-PETER: Ergebnisse der Rechtschreib- und Rechentests 1979, in: Kurhessische Wirtschaft 2/1980.
HEMMER, JAKOB: Abhandlung über die deutsche Sprache zum Nutzen der Pfalz, Mannheim 1769.
HEMMER, JAKOB: Deutsche Sprachlehre, zum Gebrauche der kuhrpfälzischen Lande, Mannheim 1775.
HEMMER, JAKOB: Gesetz der kuhrpfälzischen teutschen geselschaft, Mannheim 1775. Das Original der Gesetze liegt im Generallandesarchiv in Karlsruhe. Eine Veröffentlichung gab es anscheinend nicht.
HEMMER, JAKOB: Kern der deütschen Sprachkunst und Rechtschreibung, aus des kurpfälzischen geistlichen rates, herrn hemmer, größeren werken fon im selbst heraus gezogen. Mannheim 1780.
HEMMER, JAKOB: Vertheidigung seiner Abhandlung über die deutsche Sprache wider die Anmerkungen eines sogenannten Liebhabers der Wahrheit, Mannheim 1771.
HUBACH, WOLFGANG: Pisa-Studie, Rechtschreibschwäche und ein Lernmodell, Mannheim 2003.
HUBACH, WOLFGANG: Rechtschreibkenntnisse bei Ausbildungsanfängern. Ergebnisse einer Panel-Untersuchung als Grundlage eines Modells zur Reform des Rechtschreibunterrichts. Frankfurt / Bern / New York / Nancy 1984.
METZGER, RUDOLF: Lehrstellenbewerber Rechnen und Schreiben ungenügend, in: Der Arbeitgeber Heft 3/1979.
OLEARIUS, TILEMANN: Deutsche Sprachkunst, Hall 1630.
ORGANISATION FOR ECONOMIC CO-OPERATION AND DEVELOPMENT (OECD): Lernen für das Leben. Erste Ergebnisse der internationalen Schulleistungsstudie Pisa 2000, Paris 2001.
PLICKAT, HANS-HEINRICH: Deutscher Grundwortschatz, Weinheim und Basel 1980.
VERBAND DER LEHRERINNEN UND LEHRER AN WIRTSCHAFTSSCHULEN (HRSG.) Die Wirtschaftsschule, Heft 1 / 2009, Resolution.
VEREINIGUNG DER INDUSTRIE- UND HANDELSKAMMERN DES LANDES NORDRHEIN-WESTFALEN, PRESSEDIENST (HRSG.): Berufsanfänger, IHK-Test: Schreiben und Rechnen mangelhaft, in: Pressedienst vom 04. 03. 1981.
WENDELMUTH, EDMUND: Mindestwortschatz für den Rechtschreibunterricht in den Klassen 1 bis 4, 4. Auflage, Berlin 1975.
[1] Gerhard Bauer, Kai Budde, Wilhelm Kreutz, Patrick Schäfer (Hrsg. im Auftrag der Academia Domitor – Studienforum Johann Jakob Hemmer e. V.): „Di fernunft siget“. Der kurpfälzische Universalgelehrte Johann Jakob Hemmer (1733–1790) und sein Werk (= Jahrbuch für internationale Germanistik. Reihe A, Kongressberichte, Band 103). Peter Lang, Bern 2010.
[2] Wolfgang Hubach: Rechtschreibkenntnisse bei Ausbildungsanfängern. Ergebnisse einer Panel-Untersuchung als Grundlage eines Modells zur Reform des Rechtschreibunterrichts. Aus Kreisen der Wirtschaft mehren sich die Klagen über allgemein mangelhafte Kenntnisse der Ausbildungsanfänger in der Rechtschreibung. Um zu untersuchen, ob diese Klagen berechtigt sind, wurde in Zusammenarbeit mit den Industrie- und Handelskammern in Mannheim und Ludwigshafen eine Panel-Untersuchung durchgeführt, deren Ergebnisse hier vorgestellt werden. Daraus abgeleitet wurde ein Modell zur systematischen Erlernung der deutschen Orthographie mit Hilfe eines gestuft zu erarbeitenden Mindestwortschatzes, um sowohl den Lehrern als auch den Ausbildern in den Unternehmen einen Denkanstoss zu geben, Bern 1984.
[3] Johann Jakob Hemmer: Abhandlung über die deutsche Sprache zum Nutzen der Pfalz (Mannheim 1769). Johann Jakob Hemmer: Vertheidigung seiner Abhandlung über die deutsche Sprache, wider die Anmerkungen eines sogenannten Liebhabers der Wahrheit (Mannheim 1771). Johann Jakob Hemmer: Deutsche Sprachlehre, zum Gebrauche der kuhrpfälzischen Lande (Mannheim 1775). Als Jakob Domitor: Grundris einer dauerhaften Rechtschreibung, Deütschland zur Prüfung vorgelegt (Mannheim 1776). Kern der deütschen Sprachkunst und Rechtschreibung (Mannheim 1780).
[4] Das Original der Gesetze liegt im Generallandesalarchiv in Karlsruhe. Eine Veröffentlichung gab es anscheinend nicht.
[5] Hubach, Wolfgang: Rechtschreibkenntnisse bei Ausbildungsanfängern. Ergebnisse einer Panel-Untersuchung als Grundlage eines Modells zur Reform des Rechtschreibunterrichts. Frankfurt / Bern / New York / Nancy 1984.
Hubach, Wolfgang: Pisa-Studie, Rechtschreibschwäche und ein Lernmodell, Mannheim 2003.
[6] Hemmer, Johann Jakob: Deutsche Sprachlehre, zum Gebrauche der kuhrpfälzischen Lande, Mannheim 1775.
[7] Feldhaus-Verlag (Hrsg.): Feldhaus Grundwissentest für Ausbildungsanfänger, Teil Rechtschreibung, Hamburg 1979.
[8] Von Tepl, Johann: Der Ackermann aus Böhmen nach der Übertragung von E. G. Kolbenheyer, Prag 1943, S. 53.
[9] Es handelt sich hier um die Erkenntnis, dass die Einheit des elektrischen Widerstandes durch zwei Konstanten der Natur genau bestimmt werden kann. Es sind dies die Ladung des Elektrons in Verbindung mit dem Wirkungsquantum h nach Planck. Da heraus entsteht eine neue Naturkonstante, die heute Klitzing-Konstante genannt wird.
[10] Hemmer, Johan Jakob: Abhandlung über die deutsche Sprache zum Nutzen der Pfalz, Mannheim 1769, S. 15.
[11] Vgl. stellvertretend Plickat, Hans-Heinrich: Deutscher Grundwortschatz, Weinheim und Basel 1980.
[12] Johannes von Tepl: Der Ackermann aus Böhmen. Übertragen ins Neuhochdeutsche von Martin Vosseler. München 1972.
[13] Olearius Tilemann: Deutsche Sprachkunst, Hall 1630.
[14] Hemmer, Jakob: Abhandlung, a. a. O. S. 31.
[15] Verband der Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen (Hrsg.) Die Wirtschaftsschule, Heft 1 / 2009, Resolution S. 40.
[16] Domitor, Jakob: Grundris einer dauerhaften Rechtschreibung Deütschland zur Prüfung vorgeleget, Mannheim 1776.
[17] Hemmer, Johann Jakob: Vertheidigung seiner Abhandlung über die deutsche Sprache wider die Anmerkungen eines sogenannten Liebhabers der Wahrheit, Mannheim 1771.
[18] Hemmer, Johann Jakob: Deutsche Sprachlehre, a. a. O. S. 17 / 18.
[19] Hemmer, Jakob: Kern der deütschen Sprachkunst und Rechtschreibung, aus des kurpfälzischen geistlichen rates, herrn hemmer, größeren werken fon im selbst heraus gezogen. Mannheim 1780